Um den Anforderungen einer Teichbeschichtung gerecht zu werden, sollten die Materialien richtig aufeinander abgestimmt werden. Hierzu sollte einigen grundlegenden Faktoren Beachtung geschenkt werden.
Eine GFK Beschichtung besteht aus einem faserverstärkten Kunststoff (Verbundwerkstoff) welcher als Laminat bezeichnet wird. Dieser setzt sich aus dem Polyesterharz (Matrix) sowie den Verstärkungslagen (Armierung) zusammen. Die Matrix hat die Aufgabe dem Verbund sprich dem Laminat die Form zu geben, sowie die auf den Werkstoff einwirkenden Kräfte gleichmäßig auf die Fasern zu verteilen. Daher ist das richtige Faser/Harzverhältnis ein entscheidender Faktor zur Festig- und Steifigkeit des Laminats.
Durch die Komplexität der Zug-, Druck- sowie Torsionsbeanspruchungen einer Teichbeschichtung, empfehlen wir den Faserverbund aus verschiedenen Verstärkungswerkstoffen aufzubauen.
Glasfasermatten aus geschichteten Einzelfasern unterschiedlicher Schnittlängen mit einer Bindung durcheinen styrol-löslichen Pulverbinder (härtendes Polyesterharz in Pulverform). Bei Verwendung dieser Matten, erhalten Sie in aller Regel eine gute Wasserbeständigkeit.
Achtung! Ungeeignet sind emulsionsgebundene Matten. Die Bindung dieser Matten erfolgt durch eine Polyvinylacetat - Wasseremulsion, was sich in der Regel negativ auf die Wasserfestigkeit des Laminats auswirkt.
Rovinggewebe sind Gewebe mit verflochtenen E-Glas-Roingsträngen, geben Bauteilen durch ihren hohen Glasanteil eine bessere Festig- sowie Steifigkeit.
Multiaxialgelege sind Verstärkungsmittel aus Roving-strängen, welche in verschiedenen Ebenen in 0°, +45°, -45° und 90° ausgerichtet und zusätzlich mitein-ander vernäht sind. Durch die Verwendung dieser Gelege, erhalten wir besonders steife Bauteile. Diese „High-Tech“ Materialien haben sich bei Hochleistungsbauteilen mit extremen Biege- und Torsions-steifigkeitsanforderungen bewährt.
Oberflächenmatte C-Glas Vlies bestehend aus einem besonders feinfädigen C-Glasvlies mit in styrollöslicher Bindung zur verbesserten Chemikalienbeständigkeit des Laminats. Weiterhin dient es zur optischen Verbesserung der Oberfläche.
Für unsere Teichbeschichtung unterscheiden wir zwischen UP Harzen auf Ortophthalsäure –(Orto-Harze) bzw. Isophthalsäure –Basis (ISO-Harze). Beide Harze weisen unterschiedliche Eigenschaften von der mechanischen wie chemischen Belastbarkeit auf. Insbesondere bei der Osmoseanfälligkeit von Laminaten, schneiden nach neusten Erkenntnissen Iso-Harze wesentlich besser ab, als Standard-Polysterharze die auf Ortophthalsäurebasis basieren. Als ganz besonders Hydrolysebeständig zeigten sich Harze auf Isophthalsäure-Neopenthylglykol Basis (ISO-NPG). Diese überschreiten die Beständigkeit um das Dreifache der ISO-Harze.
1-Komponenten Polyuhrethanharz (PU)
findet auf Grund seines guten Eindringvermögens in Beton- und Estrich-Flächen sowie seiner guten Haftkraft Verwendung als Haft- und Sperrgrund. Durch den Einsatz wirde das Laminat auch von der Rückseite gegen äußere Einflüsse geschützt.
Vorversiegelung
wird zur Vergrößerung der Schichtdicke der Deckschicht aufgetragen. Durch das Aufbringen erreicht man die für wasserbelastete Glasfaser-Polyester-Beschichtungen notwendige Deckschichtdicke von 0,5 mm.
Versiegelung
bildet den lichtstabilisierenden Schlussanstrich der Polysterbeschichtung. Die Versiegelung härtet im Gegensatz zum Polyesterharz unter Abgabe von Paraffin klebfrei aus und gibt dem Laminat seine Wasser- und Chemikalienbeständigkeit. Die Wahl bzw. Zusammenstellung des Beschichtungssystems ist grundlegend entscheidend für die Anforderungen an das Laminat. Um die maximale Festigkeit des verstärkten Materials zu erreichen, sollte das Verhältnis Länge der Faser zu seinem Durchmesser möglichst groß sein. Daher haben Laminate mit kurzen Fasern eine geringere Festigkeit als Gewebelaminate.