UP-Harze (ungesättigte Polyesterharze) benötigen bestimmte Voraussetzungen um die vom Hersteller zugesicherten Eigenschaften zu erfüllen.
Grundlegend bei der Verarbeitung sind die richtige Untergrund- und Verarbeitungstemperatur von mindestens 18C° sowie die Einhaltung der vorgeschriebenen Mischungsverhältnisse. Eine geringe Luftfeuchtigkeit sollte ebenfalls herrschen. Für eine dauerhafte Haltbarkeit der Beschichtung müssen die Überarbeitungszeiten der verschiedenen Lagen ebenfalls berücksichtigt werden.
Der Teichbau mit Faserverbundwerstoffen, bietet vielseitige Möglichkeiten zur Beckengestaltung. Grundlegend lassen sich GFK Laminate auf Beton, Mörtel, Holz, sowie Hartfaserplatten usw. aufbringen.
Die Beschaffenheit des Untergrunds und somit die Vorarbeiten sind maßgeblich für Qualität und Haltbarkeit von einem GFK Teich. So lässt sich vergleichsweise bei einer Fahrzeuglackierung auch nur ein gutes Ergebnis zu erzielen, wenn sämtliche Vorarbeiten sorgfältig ausgeführt wurden.
Zu beachten ist:
glatte saubere Flächen
keine scharfen Kanten
Hohlkehlen einarbeiten
Absperrung gegen durchdringende Feuchtigkeit
Statik des Beckens
Ein Laminataufbau auf Sand, Kies oder Erdreich darf keinesfalls erfolgen!
Ausführungen dieser Art, führen langfristig unweigerlich zu Osmose. Erhebliche Sanierungsmaßnahmen des durch Feuchtigkeit geschädigten Laminats, sind vorprogrammiert. Des Weiteren ist der Laminataufbau auf Erdreich nicht zulässig und aus ökologischer Sicht nicht vertretbar!
mit Hartfaserplatten abgestellter Teichrand, Becken auf Erdreich modelliert
Grundierung
Der Untergrund der zu beschichtenden Fläche mussmittels einer Grundierung abgesperrt werden. Diese schützt das Laminat gegen von hinten durchdringende Feuchtigkeit und fungiert als Haftvermittler.
Polyesterharze können ihre Eigenschaften ausschließlich unter Berücksichtig-ung der Verarbeitungsvorschriften sowie entsprechender Temperatur- und Umgebungsbedingungen erreichen.
Zu beachten ist:
Untergrundtemperatur
Umgebungstemperatur
Luftfeuchtigkeit
keine direkte Sonneneinstrahlung
Mischungsverhältnisse
Für eine optimale Festigkeit können Laminate getempert werden. Dem fertiggestellten Laminat wird mit einem Heizer Wärme zugeführt. Des Weiteren begünstigt das Tempern die vollständige Aushärtung, insbesondere bei tiefen Teichanlagen.
Laminierarbeiten mit leicht eingefärbtem Harz
GFK Abdichtung
Werden Laminate nicht unmittelbar überarbeitet, ist zwingend ein Zwischenschliff erforderlich. Wird nach längeren Unterbrechungen eine lage aufgebracht, besteht die Gefahr, dass sich die Schichten von einander lösen.
Laminiertes Teichbecken
Schleifarbeiten
Nach dem Abschluss der Laminierarbeiten wird das Teichbecken komplett geschliffen. Durch das Abschleifen des Laminats werden überstehende Fasern entfernt. Weiterführend sichert das Schleifen eine gute Haftung der Versiegelungsschichten.
Der Aufbau der Versiegelung ist entscheidend für die Belastbarkeit des GFK Beschichtung. Wasserbelastete Bauteile, erfordern eine Mindestdeckschichtstärke von 0,5mm. Ein einfacher Topcoatanstrich ist hierfür nicht ausreichend.
Beispiel Teichversiegelung:
Teichbecken nach der Einarbeitung eines C-Glas Vließ in die erste Vorversiegelung.
Das Becken nach der 2. Vorversiegelung
Nach der Einarbeitung der Findlinge wurde das Becken geschliffen und mit dem endgültigen Polyester Topcoat versiegelt.
Der Aufbau nach diesem System sichert einen maximalen Schutz gegen Osmose und bietet maximale Wasser- und Chemiekalienbelastbarkeit. Insbesondere bei beheizten Teichen ist eine hochwertige Versiegelung ratsam.
Wir laminieren Ihren GFK Teich in jeder Form und Größe. Durch die Flexibilität von glasfaserverstärkten Kunststoffen, sind wir weder an Formen, Größen und Normen bei der Gestaltung gebunden. Wir arbeiten präzise und setzen Ihre Wünsche und Vorstellungen einer Teichanlage um. Sie haben die Möglichkeit Erd- und Mauerarbeiten in Eigenleistung durchzuführen.